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Mit dem Minister im Moor

NABU Sachsen zeigt Umweltminister die Folgen des Kiesabbaus

Umweltminister von Breitenbuch besucht die Waldmoore bei Großdittmannsdorf. – Foto: Robert Beske
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Umweltminister von Breitenbuch besucht die Waldmoore bei Großdittmannsdorf. – Foto: Robert Beske

Am 9. Oktober besuchte Sachsens Umweltminister von Breitenbuch auf Einladung des NABU Sachsen die Waldmoore bei Großdittmannsdorf. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung der Moore für den regionalen Landschaftswasserhaushalt und ihre Bedrohung durch den Kiesabbau. Dr. Holger Oertel, Leiter der NABU-Gruppe Großdittmannsdorf, und Matthias Schrack, langjähriger Leiter und Mitgründer der Gruppe, erläuterten dem Minister vor Ort die Bedingungen im Waldmoor und die Risiken für dessen Erhalt.

Die jahrtausendealten Waldmoore der Laußnitzer und Radeburger Heide sind Teil eines empfindlichen Wassersystems. Unter dem Wald liegen Kiesrücken eines früheren Elbelaufs. Sie speichern und filtern Niederschlagswasser und geben es gleichmäßig wieder ab. So versorgen sie Quellen, Bäche und die Moore auch in niederschlagsarmen Zeiten mit Wasser. Allein im Töpfergrund bei Radeburg treten auf einer Strecke von anderthalb Kilometern 24 Quellen zutage. Das Gebiet gehört damit zu den quellenreichsten im sächsischen Tiefland und bietet seltenen Arten wie der Zweigestreiften Quelljungfer Lebensraum.

Dr. Holger Oertel und Matthias Schrack, erläuterten vor Ort die Risiken für das Waldmoor. – Foto: Robert Beske
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Dr. Holger Oertel und Matthias Schrack, erläuterten vor Ort die Risiken für das Waldmoor. – Foto: Robert Beske

Doch dieses Zusammenspiel ist gefährdet. Mit dem geplanten Abbaufeld Würschnitz-West sollen weitere 134 Hektar Wald und darunterliegende Kiese dem Rohstoffabbau weichen. Das Feld reicht in das Grundwassereinzugsgebiet des Töpfergrunds und des Schutzgebiets „Moorwaldgebiet Großdittmannsdorf“ hinein. Werden die wasserspeichernden Schichten abgetragen, verlieren die Moore einen wesentlichen Teil ihrer Wasserversorgung. Neben der verfügbaren Wassermenge steht auch die Wasserqualität auf dem Spiel.

Landesvorsitzende Maria Vlaic verdeutlichte bei dem Rundgang, weshalb der Schutz der Moore nicht an den Grenzen ausgewiesener Schutzgebiete enden darf: Entscheidend ist ebenso der Erhalt ihrer hydrologischen Grundlagen im Einzugsgebiet. Der Blick auf die Quellen und Moorstandorte machte die Zusammenhänge vor Ort anschaulich. Ihr Erhalt ist eine Frage des Arten- und Lebensraumschutzes ebenso wie der Sicherung des regionalen Wasserhaushalts.

Minister von Breitenbuch dankte für die Exkursion und den Einblick in die Arbeit des NABU vor Ort.



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